„Das Leben und das Schreiben“: Memoiren von Stephen King

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Das Buch „Das Leben und das Schreiben: Memoiren von Stephen King“ ist ein ungewöhnlicher Schreibratgeber. Der Großmeister des Horrors, von dem weltweit inzwischen mehr als 400 Millionen Bücher verkauft worden sind, vertieft sich in seine Kindheit, seine Bedenken, seine Sehnsüchte und seine stetige Affinität zum Schreiben.

Das Sachbuch umfasst 333 Seiten und besitzt kein Inhaltsverzeichnis. Stattdessen ist das Werk in mehrere Abschnitte und Unterkapitel gegliedert, die sich in zwei große Teile zusammenfassen lassen: einen ersten autobiographischen Abschnitt und einen über das Schreiben. Im ersten Teil erfährt der Leser diverse Details aus der Kindheit, der Jugend und den sehr persönlich dargestellten Werdegang Stephen Kings zum Schriftsteller. Auf eine subtile Art und Weise erhält der schreibaffine Leser bereits hier die ersten Tipps zum Schreiben und lernt zu verstehen, welche Höhen und Tiefen ein Schriftstellerleben mit sich bringen kann. Es sind sehr gefühlvolle Passagen, die wie jeder gute King-Roman den Leser tief im Inneren berühren.

Der zweite Teil des Buches setzt sich mit dem Schreiben an sich auseinander. Der Bestsellerautor erläutert, wie er das Schreibhandwerk betreibt, zieht einen Vergleich zur Vorgehensweise anderer Schriftsteller heran und stellt detailliert dar, was ein angehender Autor beachten und was er meiden sollte. King gibt zudem einige Ratschläge zum Thema Stilmittel, Grammatik und Wortschatz. Dabei betont er stets, dass diese wichtige Bestandteile des imaginären Werkzeugkastens eines Schriftstellers sind, die Magie des Schreibens jedoch nicht vergessen werden darf. Ferner geht der Horrorautor auch auf die Voraussetzungen zur Ausübung des Berufes als Schriftsteller ein und wie wichtig es ist, trotz aller sprachlichen Kunst eine gute Geschichte erzählen zu wollen. Diesen Tipp nimmt der Erfolgsautor als Aufhänger für eine Schreibübung und bietet dem Leser eine vielschichtige „Was wäre wenn?“-Ausgangssituation an, welche weitergesponnen werden soll und dessen Ergebnisse an seine eigene Homepage gesendet werden kann. Darauf folgen Kapitel zur Bedeutung der Recherche und Überarbeitung eines Textes sowie zur Rolle von Schreibseminaren und Agenten. Da er diesen zweiten Teil des Buches nach einem schweren Verkehrsunfall geschrieben hat, folgt ein kurzer Nachtrag über die Geschehnisse und Auswirkungen dieses Unfalles.

Das Ende des Schreibratgebers bildet ein Anhang, in dem der Autor den Unterschied zwischen einer Rohfassung und einer bearbeiteten Version eines längeren Textabschnittes darstellt. Zudem fügt er Gründe für die vorgenommenen Verbesserungen und Streichungen an, so dass dem Leser ein praktischer Blick über die Schultern des Bestsellerschriftstellers bei seiner Arbeit ermöglicht wird.

Mit all diesen sehr persönlichen Kapiteln präsentiert sich das Sachbuch als gefühlgeladener Schreibratgeber, welcher die Verbindung der Magie des Schreibens mit dem Handwerk des Berufes betont. Es zeigt, dass Schreiben mehr ist als Wörter gewandt aneinanderzureihen. Einige der Ausführungen sind jedoch etwas zu trivial gehalten und gewinnen mehr an Unterhaltungswert als an Ratgeberqualität. Dadurch ist das Buch für diejenigen empfehlenswert, welche mehr über den Schriftsteller Stephen King erfahren wollen und seinen Schreibprozess. Wer ein Lesen zwischen den Zeilen schätzt und geistige Transferleistungen nicht scheut, kann aus Kings sehr privaten Darstellungen einige gehaltvolle Schreibtipps ziehen.

 

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