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Selfpublishing: Schreiber werden ist nicht schwer, Unternehmer sein dagegen sehr?

 
Mit der ersten Veröffentlichung rückt der Traum vom Künstlerdasein für den ein oder anderen Selfpublisher näher. Man hofft auf gute Rezensionen, eine begeisterte Leserschaft, auf Ruhm, Ehre und die freundliche Aufnahme in den literarischen Zirkel.

Gerade Selfpublisher kommen aber nicht umhin, sich auch intensiv mit der unternehmerischen Seite der schreibenden Zunft zu befassen. Dabei geht es nicht allein um solch leidige Fragen, wann die Mehrwertsteuer 7 % oder 19 % beträgt. Nein, unternehmerisch denken, das bedeutet auch, sich intensiv mit dem eigenen Leben und Wirken auseinanderzusetzen, sich mit Konzepten, Strategien und Zielsetzungen zu befassen.


Unternehmerisches Denken: Wo stehe ich und wohin gehe ich?
Als Selfpublisher wollen Sie Ihre Bücher schließlich nicht nur schreiben und hochladen, sondern auch verkaufen. Was bedeutet: Sie müssen sich gegen eine Vielzahl an Mitbewerbern durchsetzen, müssen alles, was ein guter Verlag Ihnen abnehmen würde, selbst leisten: Korrektorat und Lektorat, Werbung und Präsentation, das Bitten um Rezensionen und die Organisation von Lesungen, die Gestaltung einer Autorenseite, die Nutzung vielfältiger Vertriebskanäle. Schließlich gehören auch die Überprüfung von Verkaufszahlen und die leidige Buchführung, die nur Fakten und keine Fiktion akzeptiert, zu den Themen, mit denen Sie sich befassen müssen.


Schritt 1: Bauen Sie ein Netzwerk Gleichgesinnter auf
Gerade für Anfänger lohnt es sich daher, sich mit anderen Selfpublishern zu vernetzen, damit sie nicht jede benötigte Information einzeln zusammentragen müssen. Einander Tipps geben, sich austauschen und ermutigen – ein gutes Netzwerk leistet dies und vieles mehr. Vorausgesetzt, alle Mitglieder folgen einem Grundgedanken: Geben ist so schön wie Nehmen! Treten Sie daher nicht einfach irgendeiner Facebookgruppe bei, suchen Sie genau aus, mit wem Sie sich vernetzen wollen.


Schritt 2: Leisetreter oder Rampensau? Finden Sie eine Strategie, ohne sich zu verbiegen
Für welche Vertriebskanäle und welche Werbestrategien Sie sich entscheiden, hängt von Ihrem Wesen und Temperament ab. Nicht jeder kann die eigenen Texte so vorlesen, dass das Publikum vor lauter Begeisterung die nächsten zehn Bände ordert. Vielleicht investieren Sie stattdessen mehr Zeit in eine Autorenseite, auf der Leser Ihnen Fragen zu Ihren Büchern stellen können? Oder Sie bitten ein Mitglied aus Ihrem Netzwerk, Ihre Bücher vor laufender Kamera vorzulesen und nutzen einen Video-Kanal, um die Aufnahmen zu veröffentlichen?


Schritt 3: Kalkulation statt Kalkül
Erfolg auf dem Buchmarkt drückt sich in der Anerkennung durch wichtige Rezensoren und in den Verkaufszahlen aus. Hohe Verkaufszahlen bringen Sie Ihrem Ziel näher, eines Tages vom Schreiben leben zu können.

Als Unternehmer, der Sie als Selfpublisher naturgemäß auch sind, können Sie es sich nicht leisten, auf eine gründliche Kalkulation zu verzichten. Welchen Lebensstandard wollen oder müssen Sie mindestens erreichen? Welche Einnahmen benötigen Sie dafür und welche Augaben und Investitionen stehen Ihren Einnahmen gegenüber? Wie viele Bücher müssen Sie zu welchem Preis verkaufen, um vom Schreiben leben zu können?

Bedenken Sie bei Ihrer Kalkulation bitte: Umsatz ist nicht gleich Einnahme. Denken Sie auch an Posten wie Kranken- und Rentenversicherung, Steuern, Investitionen, Anschaffungen, Urlaub und dergleichen mehr. Als Faustregel gilt: Ihr Gewinn muss das Doppelte von dem betragen, was Sie für sich als zu erzielendes Einkommen errechnet haben.


Schritt 4: Verzetteln Sie sich nicht, teilen Sie Ihre Zeit präzise ein
Anpacken oder delegieren – wie viele ungeliebte Aufgaben Sie selbst übernehmen müssen, hängt wesentlich von Ihrer finanziellen Ausgangssituation ab. Delegieren kommt nicht infrage? Dann erstellen Sie sich einen präzisen Arbeits- und Zeitplan, um sich bei all den vielen Aufgaben, die Sie anfangs zu bewältigen haben, nicht zu verzetteln. Und wenn Sie schon auf einen Buchhalter oder einen Steuerberater verzichten müssen, dann leisten Sie sich wenigstens eine leicht zu handhabende Steuer-Software. Ganz ohne Investitionen kommt nun einmal keine Unternehmensgründung zustande.


Je rascher Sie akzeptieren, dass das Schreiben nur einen Teil Ihrer Arbeit als Selfpublisher ausmacht, desto leichter werden Sie in die Rolle des Unternehmers hineinwachsen. Die gute Nachricht lautet zudem: Viele Aufgaben, die anfangs kompliziert erscheinen, werden bald zur Routine. Und je besser Sie Ihre Zeit organisieren, desto mehr bleibt Ihnen davon für Ihr „Kerngeschäft“.

 

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