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Musik beeinflusst den Schreibprozess


Musik kann beim Schreiben furchtbar störend wirken - andererseits finden einige Schriftsteller, dass Musik sie beim Schreiben inspiriert und unterstützt.
Wie kann das sein?
Warum stört es den einen Autor, auch nur an Musik zu denken, und ein anderer Autor zaubert gerade mit permanenter Hintergrundberieselung einen besseren Text?

In der Psychologie wurden derartige Prozesse lange untersucht. Man weiß heute, wie eng die Prozesse der Klang- und der Sprachverarbeitung miteinander vernetzt sind.
Schnelle und komplexe Rhythmen regen Atmung und Herzaktivität an, langsame Rhythmen beruhigen den Körper.

Jeder Mensch lernt die Sprache zuallererst durch Zuhören im Kindesalter. Musik bedient im Gehirn ganz ähnliche Regionen, wie das intuitive Spracherlernen. Das Interessante dabei ist, dass auch die Gefühle, die durch Sprache oder Musik ausgelöst werden, sehr identisch sind.

musik und schreibenForscher sprechen beispielsweise von einem „Urvertrauen“, das auch erwachsene Menschen unterbewusst noch spüren, wenn sie einer Person zuhören, die in einer ähnlichen Tonlage spricht, wie eine frühe, starke Bezugsperson (etwa die Eltern). Musik kann auf ähnlich subtile Weise ebensolche Gefühle tief in unserem Inneren auslösen. Und dabei spielt es gar keine besondere Rolle, um was für Musik es sich handelt.
Ob Klassik, Rock oder Heavy Metal: Gefällt der Sound, schüttet das Gehirn ein „Freudegefühl“ aus, das den Schriftsteller inspiriert und fröhlich macht. Der Haken dabei:
Nicht jede Person reagiert gleichermaßen sensibel auf Musik. Und das hat wiederum nichts mit einer schlechten Kindheit oder anderen Erlebnissen zu tun, sondern ist gewissermaßen bautechnisch bedingt. Jedes Gehirn arbeitet individuell, und was den einen animiert, empfindet der andere als furchtbar störend.

Wichtig ist, dass Musik die Aufmerksamkeit des Autors nicht ablenkt, sondern ein Klima schafft, das Inspiration und Konzentration fördert. Wer durch Musik zu leicht abgelenkt wird, sollte sich so gut es geht abschotten und leise aber zufrieden vor sich hinschreiben.

Unser Tipp dazu:
Probieren Sie einfach mal aus, ob Ihre Texte mit oder ohne „Musikberieselung“ stimmiger werden.
Schreiben Sie jeweils ein Kapitel an verschiedenen Tagen. Verzichten Sie am ersten Tag auf Musik. Legen Sie am nächsten Tag Ihre Lieblingsmusik auf und variieren Sie die folgenden Tage mit anderen Musikrichtungen.

Lassen Sie dann die Texte eine Woche ruhen, bevor Sie wieder einen Blick darauf werfen. Kontrollieren Sie, ob Ihnen ein Text besonders gut gefällt. Ist dem so, schreiben Sie die nächsten Tage mit der entsprechenden Musik im Hintergrund. Vielleicht hilft Ihnen die Musik tatsächlich, bessere Texte zu verfassen.
Womöglich stellen Sie aber auch fest, dass Musik Sie nur ablenkt und der „musiklose“ Text der Beste ist. Auf alle Fälle wird es eine interessante Erfahrung für Sie sein.

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